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Wie finde ich die passende E-Learning-Lösung?

Manche Dinge kann man wissen, manche sollte man wissen. In diesem Artikel geht es um letzteres und zwar den erfolgreichen Einstieg ins E-Learning. Welche Software-Lösung sollte gewählt und was dabei beachtet werden? In diesem Artikel wird anhand zweier Typen (oder Prinzipien) erklärt, wie der Weg zur Anschaffung und Konzipierung eines E-Learning-Systems möglichst stolperfrei gestaltet werden kann.

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Alleswisser vs. Besserwisser

Die große Frage, die uns seit Urzeiten beschäftigt: Gut oder Böse? Nein, heute nicht. Heute heißt es “alles wissen” oder “besser wissen”. Allrounder vs. Spezialist.

Das beide ihre Vor- und Nachteile haben, muss an dieser Stelle nicht weiter erwähnt werden. Logisch. Der Allrounder kann alles… ein bisschen. Ideal für den Einstieg in alle Bereiche und für jeden Job verfügbar. Der klassische Manager, der den Überblick über das Unternehmen hat, aber natürlich nicht mehr den Blick in jedes Detail.

Der Gegenentwurf ist der Spezialist. Er weiß, wovon er redet, kennt die Details und weiß, wofür sie stehen. Ein Spezialist geht in die Tiefe und ist ein Experte in seinem Gebiet. Und das sieht nicht nur er so, sondern alle anderen auch (sonst wäre er kein Experte).

Im Prinzip gibt es die perfekte Lösung natürlich nicht. Wir brauchen den Alleswisser und den Besserwisser. Aber wie sieht es beim E-Learning aus?

 

1. LMS selbst installieren? Finger weg!

Ältere LMS-Systeme müssen noch manuell auf dem eigenen Rechner installiert und natürlich auch betreut werden. Da ist gerne der Alleswisser unterwegs. Warum nicht alles selber machen? So haben wir einen Überblick über alles, lernen auch noch dazu und sparen vielleicht auch ein paar Euro.

Doch das kostet Zeit. Wertvolle Zeit, die wir in einer Welt voller Experten nicht mehr haben. Problem: In unserer heutigen vernetzten Welt ist Expertenwissen Gold wert. Jeder Kunde erwartet die beste Lösung für sein E-Learning-Problem und nicht zwanzig nette Möglichkeiten. Können wir tatsächlich die komplette Wartung und Betreuung eines Systems übernehmen und dann auch noch wertvolle Inhalte produzieren?

Eher nein. Daher liegt die Lösung hier in der Spezialisierung. Wir wissen, wie wir etwas umsetzen wollen. Den Service und Support sollten wir den Experten überlassen, damit jeder seinen Teil der Arbeit möglichst optimal umsetzen kann.

Punkt für den Besserwisser.

 

2. Über den Tellerrand gucken (bis zum Kunden)

Nicht immer muss der Experte und Spezialist das letzte Wort haben. So ist es noch immer häufige Praxis sofort den Planer-Turbo anzuschmeißen. Zielgruppe definieren, so und so wird das gemacht. Wir brauchen noch dieses Gimmick und diese App, weil das alle machen oder wir ein gutes Gefühl dabei haben. Kurzum: Wir hängen im Expertendenken fest.

Dann brauchen wir den Allrounder und Alleswisser, der nah am Kunden ist und die wichtige Frage stellt: Was braucht und kann der Kunde denn eigentlich wirklich? Und holt ihn mit ins Boot. Dann sind wir bei der agilen Entwicklung und in der modernen E-Learning-Welt angekommen.

Punkt für den Alleswisser.

 

3. Ziele setzen!

Jede Lehrperson weiß: Ohne Lernziel versandet mein Unterricht zwischen den Köpfen der Schüler und Schülerinnen. Ein klarer Fokus muss her: Wo will ich hin? Daran kann dann auch der Erfolg gemessen werden. Eine wichtige Lektion für jeden E-Learning-Kurs.

Punkt für den Besserwisser.

 

4. Selbst bestimmen lassen!

Wenn das Lernziel steht, muss es natürlich noch vermittelt werden. Hier führt der Weg über den Alleswisser wieder in die Breite: Es sollten möglichst viele Lernaktivitäten verfügbar sein! Viel visuell arbeiten, Audios einbauen, kurze Einheiten und am besten den Lernenden selbst über den Weg entscheiden lassen. Selbstbestimmtes Lernen ist der Trend der Zukunft, den sollten wir beim E-Learning mitnehmen. Wenn nicht hier, wo dann?

Punkt für den Alleswisser.

 

Das Unentschieden und die Lösung

Überraschung!

Ja, natürlich brauchen wir Alleswisser und Besserwisser. Weil unsere Kunden auch beides beinhalten. Diejenigen, die Expertenwissen vermittelt bekommen wollen und die Generalisten, die einen Überblick wünschen. Für beide gibt es einen Namen in der Persönlichkeitsforschung: Den Extrovertierten (Allrounder) und den Introvertierten (Spezialisten). Unsere realen Kunden, die sich durch ihr Denken unterscheiden: Kurz zusammengefasst in einer Skizze!

Beide müssen abgeholt werden, wo sie gerade stehen. Mit einem LMS, das möglichst viel Arbeit abnimmt, damit wir uns um die Aufbereitung der Inhalte und effektiv um unsere Lernenden kümmern können.

 

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Foto: Unsplash (Pixabay)