Video Basics für E-Learning Kurse

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Wussten Sie, dass Bilder 60.000 Mal schneller im Gehirn verarbeitet werden als Texte? So kommt es auch, dass Videos in der E-Learning-Szene oft als die zukunftsweisende Richtung bei E-Learning-Kursen angesehen werden. Ob dies eher Übertreibung als Realität ist, sei dahingestellt. Fakt ist, Videos können, kombiniert mit anderen E-Learning-Tools, zur Erstellung eines effektiven E-Learning-Kurses beitragen. Viele Vorteile sind geboten. So können Videos immer wieder angeschaut werden, vermitteln kleinere Dosen an Informationen, die einfacher zu behalten sind, sprechen Emotionen an und können Diskussionen anregen. Wie auch Sie ein effektives Video für Ihren E-Learning-Kurs kreieren können, erfahren Sie hier!

 

E-Learning-Videos – Was es beim Drehen zu beachten gilt

Um effektive Videos für einen E-Learning-Kurs zu erstellen, sollten bestimmte Aspekte vor, während und nach dem Dreh beachtet werden. Damit nichts schief gehen kann, haben wir für Sie eine kurze Checkliste zusammengestellt.

 

Vor dem Dreh

Als Erstes sollte man sich einen Plan zurechtlegen. Welches Thema soll im Fokus stehen? Welche Aspekte müssen genannt werden? Dabei ist es ratsam, sich bereits vorab ein Skript zu schreiben, um längere Pausen oder vermehrte „ähms“ zu vermeiden. Zudem sollte das Ganze mehrmals geprobt werden. So wirkt der Ablauf natürlicher und Fehler können vermieden werden. Auch die technische Komponente darf nicht außer Acht gelassen werden. Eine gute Tonqualität ist ein Muss bei einem hochwertigen E-Learning-Video – ein gutes Mikrofon sollte daher zur Standardausrüstung gehören.

 

Während des Drehs

Oberste Maxime: Man sollte sich an das zuvor verfasste Skript halten. So wird gewährleistet, dass der rote Faden in dem Video beibehalten wird. Weiter sollte darauf geachtet werden, nicht zu schnell zu sprechen. Nervosität treibt die Geschwindigkeit voran, doch bedenken Sie, der User hört dies zum ersten Mal. Stellen Sie sich vor, Sie erklären das Ganze einem guten Freund. Zudem können zwei Faktoren zu Verunsicherungen führen und sollten deshalb vermieden werden. Zum einen ist die Überstrapazierung der Maus hochgradig ablenkend – Sie sollte nur genutzt werden, wenn es für das Video zielführend ist. Zum anderen muss dem Benutzer des E-Learning-Kurses genau gesagt werden, wo er klicken soll. Ein „klicken Sie dort“ ohne genaue Angabe hilft nicht weiter und kann zu Frustration führen.

 

Nach dem Dreh

Zum Schluss erfolgt die Bearbeitung des Videos. Sollte es geschnitten werden? Ist es zu lang oder zu kurz? Sind der Einstieg und das Ende prägnant genug? Ist die Soundqualität gut? Eine zweite Meinung kann hierbei nie schaden. Zudem ist es sehr wichtig, ein gutes Vorschaubild zu haben. Meist wird sofort das erste Bild des Videos als Vorschau angezeigt – doch ist dieses wirklich der Eyecatcher, der benötigt wird, um den Nutzer anzusprechen?

 

Wichtig ist bei dem gesamten Dreh noch ein entscheidender Punkt: Das Video muss auch ohne Ton überzeugen – zum Beispiel mithilfe von Untertiteln oder integriertem Text. Laut Facebook erhöhen Untertitel die Anschaurate um 12%.

 

Effektive Nutzung von Videos bei E-Learning-Kursen

Videos drängen den Nutzer meist in eine passive Rolle und lassen es an Interaktivität mangeln. Dies ist eines der Vorurteile gegenüber dem E-Learning-Tool Video. Auch wenn dieser Ausspruch auf manches Video zutreffen mag, die Vorteile überwiegen und der Kritik kann durch sinnvolle Gestaltung entgegengewirkt werden. Um eine effektive Nutzung von Videos bei E-Learning-Kursen zu gewährleisten, müssen auch hier wieder verschiedenste Punkte berücksichtigt werden.

  1. Der Nutzer sollte die Möglichkeit haben, das E-Learning-Video interaktiv zu erleben. Dies ist zum Beispiel mithilfe von Fragen möglich, die eingestreut und per Mausklick beantwortet werden. Sollte eine interaktive Gestaltung nicht möglich sein, kann auf eine Zusammenfassung der gebotenen Informationen zurückgegriffen werden. So werden dem Benutzer am Ende des E-Learning-Videos nochmals die Informationen prägnant präsentiert und können so besser verinnerlicht werden.
  2. „In der Kürze liegt die Würze.“ Das gilt auch für das E-Learning-Tool Video. So können die Aufmerksamkeit der Nutzer über das gesamte Video aufrechterhalten und die Informationen auf längere Sicht beibehalten werden.
  3. Eine hohe Qualität des Videos in Sound und Darstellung werden vorausgesetzt. Gute Qualität und ansprechend vermittelter Inhalt motivieren die Nutzer das Video bis zum Schluss anzusehen und dem Inhalt Vertrauen entgegenzubringen.
  4. Videos sollten auch mit einer langsamen Internetverbindung schnell heruntergeladen oder gestreamt werden können – Komprimierung ist hier das Stichwort.
  5. Das Video zum E-Learning-Kurs sollte auf mehreren Plattformen zugänglich sein. So kann der E-Learning-Kurs sowohl auf der Arbeit als auch Zuhause so oft wie gewollt angeschaut werden.
  6. In einem E-Learning-Kurs können Videos zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingesetzt werden. Als Einstieg, um etwas zu demonstrieren, als Auflockerung oder um die erarbeiteten Punkte nochmals anschaulich zu präsentieren.

 

So könnte das Video Ihres E-Learning-Kurses aussehen

Auch iPrendo setzt das E-Learning-Tool Video gekonnt ein, um zu demonstrieren wie Lektionen und Aufgaben erstellt werden können. Wie ein effektiv gestaltetes Video aussieht, sehen Sie hier. Dieses Video zeigt zum einen anschaulich, wie sich Youtube-Videos ganz einfach in die E-Learning-Kurse von iPrendo einbetten lassen. Zum anderen verdeutlicht es die Effektivität von Videos als E-Learning-Tool und multimediale Aufwertung jeder Mitarbeiterschulung, Produktschulung oder anderweitig genutzten E-Learning-Kurses.

Lernvideos können in iPrendo einfach und schnell auf viele verschiedene Arten eingebunden werden: als Upload von Ihrem Desktop oder auch eingebettet über youtube, vimeo und andere Streamingdienste.

 

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