7 (+1) Wege, wie Storytelling das Lernen beeinflusst

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Standbild. Wir sind mittendrin in der Geschichte. Noch ist sie nicht abgeschlossen. Wir können den Kino-Saal nicht verlassen, wenn wir das Ende nicht kennen. Auch, wenn der Film bereits vorbei ist: Wir müssen wissen, wie es ausgeht! Das ist die faszinierende Magie von Storys, die uns in ihren Bann geschlagen haben. In unserem letzten Beitrag haben wir bereits das Thema Storytelling berührt. Heute gehen wir einen Schritt weiter. Wir wandern durch die vielfältigen Möglichkeiten von Storys. Auf die Plätze, fertig, los!

 

1. Storys verschmelzen unser Gehirn mit der Botschaft

Fakten, Fakten, vergessen. So einfach ist das. Harte Fakten alleine sind langweilig und verschwinden aus der Erinnerung. Es sei denn, die Fakten werden von einer Geschichte getragen. Storys öffnen den Weg in unsere Herzen, dorthin, wo Lady Diana, Paul Potts und der Eisbär Knut auf uns warten.

 

2. Effektiv Informationen vermitteln? Story basteln!

Eine gute Story hat ein Ende. Egal, ob happy oder nicht. Und sie hat einen Anfang und eine Herausforderung (Mittelteil). Jedem Baustein wohnt ein Zauber inne. Hauptsächlich, weil wir diese Struktur bereits kennen (und mit unserer Kindheit verbinden). Durch bereits bekanntes, erschaffen wir Vertrauen. Davon kann jede Präsentation von Informationen profitieren, unabhängig vom Thema.

 

3. Story-Wurzeln fesseln unsere Vorstellung

Woher kommst du? Eine der ersten Fragen einer neuen Bekanntschaft. Auch in Filmen wollen wir diese Frage beantwortet haben. Ursprünge sind interessant und spannend. Sie erzählen, wie sich eine Person verändert hat. Wir alle möchten gerne wissen, wie Spiderman seine Superheldenkraft entwickelt. Ein Großteil unserer Geschichte existiert nur, weil es Storys gibt. Lange wurde mündlich erzählt, bevor jemals etwas aufgeschrieben werden konnte. Wie war das möglich? Nur durch einzigartige Storys. Storys müssen nämlich nicht nur im Gedächtnis bleiben, sondern auch weitererzählt werden.

 

4. Das Story-Katapult: Vom Büro ins Abenteuer

Storys lassen den grauen Alltag vergessen. Innerhalb von Minuten sind wir Pirat, Detektiv oder ein gefürchteter Samurai-Krieger. Es ist logisch, dass solch ein Gedankensprung neue Kräfte weckt. Nicht in der Story, sondern in der Realität. Wir öffnen uns für neue Gedanken und Ideen. Nicht nur nützlich für das Brainstorming. Eine ideale Ausgangsposition zum Lernen.

 

5. Motivationsschub durch Storytelling

Es ist kein Geheimnis mehr, dass Motivation zur Handlung führt. Wer Motivation wecken kann, hat einen Vorsprung, auch beim Lernen. Storys bieten diese Möglichkeit. Eine Story, die Mut macht, spart Energie: Es muss niemand mehr zum Lernen überredet werden.

 

6. Storytelling überlistet Zeitmanagement

Wir haben doch keine Zeit! Zumindest für die meisten Dinge. Doch Gerüchte, Filme oder Bücher werden immer angehört, geschaut und gelesen. Dafür nehmen wir uns die Zeit. Die geheime Zutat: Gelungene Storys. Dann bleiben wir auch gerne auf der Straße stehen und erzählen oder hören zu.

 

7. Storys werden geteilt

Wir möchten doch alle geteilt werden. Und auch wenn der Verstand versteht, dass “du keine Tiere quälen sollst”, so wird das Herz nur geöffnet, wenn wir die Geschichte von der elendig verendeten Robbe hören (oder lesen). Es sind keine Appelle oder Fakten, die geteilt werden, sondern Geschichten, die uns bewegen. Wir Menschen haben unterschiedliche Knöpfe: Schmerzen, Ängste und Freude. Durch gute Storys können diese Emotionen wachgeküsst werden. Darum geht es im Zeitalter von Social Media. Storys werden erzählt und verbreitet. Egal, wie groß sie sind.

 

Bonus: Storys können Zahlen verzaubern

Mathe ist trocken und öde. Das würden zumindest die meisten Menschen behaupten, die bisher noch nicht von Kurvendiskussionen und Vektoren gepackt wurden. Aber Zahlen können spannend gemacht werden. Hans Roling zeigt uns eindrucksvoll, wie das geht.

 

Aufbruch

Mit Storytelling können wir Geschichten schaffen, die uns das Lernen erleichtern. Wer jetzt noch Zweifel hat, dem bleibt nur noch eines: Ausprobieren!

Am besten heute noch.

 

Dieser Artikel wurde inspiriert von Connie Malamed.

 

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Foto: lightstargod (pixabay)